Klang und Emotion / Heilung durch das Herz
Musikalisches Yoga könnte die therapeutische Arbeit von unserem Sangita Team genannt werden, denn Mantras sind wie Asanas für den Geist, der sich mit der Seele zurück verbindet.
Eine indische Geheimlehre, die von dem großen Seher und Rishi Narada Muni als vedische Intonation überliefert wurde und über die tieferen Zusammenhänge der Manifestation von Tönen in die feinstofflichen Körper und deren Chakren berichtet, ist eine der Grundlagen der Sangita Heilarbeit.
Jeder einzelne Ton hat seine entsprechende Wirkung in den Chakren und in den subtilen Kanälen unseres Körpers, den Nadis. In einem sich öffnenden Intonationsprozess wird diese Lehre des Ur-Raga und Urklangs entschleunigt und so in Ihrer Tiefe bewusst gemacht.
Vom Urgrund aller Töne, dem Ton „Sa“ der sich in sechs weitere Töne erweitert, nähern wir uns in unseren Workshops Schritt für Schritt der Arbeit mit Mantras.
Auf der Basis der geöffneten und aktivierten Chakren ist die Wirkung von Mantras intensiviert.
Intonieren und Mantramusik reinigt die Nadis und Chakren und erweckt die psychischen und spirituellen Kräfte die uns innewohnen. Diese reinigende Wirkung bringt Glück und Lebensfreude So wird musizieren mit Tönen und Mantren zur Therapie ohne Nebenwirkungen.
Mantramusik und vedische Intonation macht die Meditation leicht, da wir unseren Mental- und Emotionalkörper auf die Meditation durch spirituelle Klangschwingung vorbereiten. Töne und Mantras sind wie Fahrzeuge, die uns in die Meditation hinein bewegen.
Gewöhnlich stören ablenkende Gedankenmuster den Geist. Der Versuch den Geist sofort in einen ruhigen Zustand zu versetzen, mag auch darin resultieren unsere Aufmerksamkeit auf das Unterbewusste auszurichten, wo dunkle Schattenanteile uns mit Schmerz belasten. Aus diesem Grunde haben einige Menschen unbewusst Vorbehalte gegen Meditation. Mantra und Töne jedoch dienen wie ein Boot ,das uns über den Ozean des Unbewussten hinaus trägt. Wenn dann das Mantra einmal das Unterbewusstsein durchdringt, wird es die Meditation unterstützen und größere Wirksamkeit erfolgen.
Wenn wir einmal die Energie der Klänge verstanden haben, können wir sie therapeutisch anwenden. Wie Heilpflanzen den Körper unterstützen und Pranayama den Atem kontrolliert, so kontrolliert und erhebt Mantra den Geist. Körper, Seele und Geist werden auf die Entfaltung eines Mantras vorbereitet.
In den Sangita Workshops und Seminaren werden die einzelnen Töne und deren Wirkungen bewusst vermittelt und erfahrbar, fühlbar erlebt.
Vielen von uns fällt Meditation schwer, weil wir die feinstofflichen Körper nicht richtig vorbereitet haben. Wirkliche Versenkung und Meditation erfordert einen ausgeglichenen Geist und kontrollierte Aufmerksamkeit. Konditioniert in einer Welt voller Reizüberflutung und Ablenkungen fällt dies den meisten Menschen schwer.
Intonation und Mantramusik ist ein Weg das mentale Feld in Meditation zu vertiefen. Ergebnisse neuester Gehirnforschungen:
Forscher weisen nach, wie das Gehirn außergewöhnlich intensiv auf musikalische Reize reagiert. Wenn uns Musik zutiefst berührt und die Gänsehaut über den Rücken jagt, aktiviert sie die selben Gehirnareale, die auch für Belohnung zuständig sind, die auf Stimuli wie Sex, Schokolade oder Rauschdrogen reagieren.
Beim Singen vertieft sich die Atmung. Es kommt zu besseren Sauerstoffversorgung des Körpers und des Gehirns. Das Herz-Kreislauf-System wird angekurbelt. Regelmäßig Singende sind daher im Schnitt körperlich wie seelisch gesünder als nicht Singende. Eine Studie der Universität Kalifornien ergab, dass die Speichelproben von 32 Mitgliedern eines Chores einen Anstieg des Immunglobulins A von 240 Prozent hatten. Ähnliche Wirkungen konnte man bei einer Untersuchung mit leukämiekranken Kindern nach 30 minütigem Singen nachweisen. Wer mehrmals täglich ein Lied anstimmt stärkt seine Abwehrkraft, besonders dann wenn er sich geärgert hat. Bereits fünf Minuten Ärger verringern das Immunglobulins A für einige Stunden. Die Chronobiologie zeigt, das Gesundheit mit dem harmonischen Zusammenschwingen von Rhythmen wie von Puls, Atmung, Blutdruck, hormonellen Zyklen etc. zusammenhängt. Bei Krankheit und Stress ist die Synchronisierung gestört.
Musikalische Schwingung, wie z.B. beim Singen, bringen die Resonanzprozesse und Körperrhythmen in Einklang.
Singen hilft auch, negative Emotionen wie Trauer, Angst, Depressionen, Agressionen in positive Gefühle und konstruktive Gedanken umzuwandeln.
Beim Singen wird ein Glückscocktail aus antidepressiven Botenstoffen wie Serotonin, Noradrenalin, Beta-Endorphin und Oxytocin ausgeschüttet. Gleichzeitig nehmen Stresshormone ab. Singen kann daher unter Umständen wie Psychotherapie wirken. Quelle: Oberösterreichiche Nachrichten vom 26.05.2008.
Heilung durch Mantra ist die Hauptmethode, das Bewusstsein zu erheben.
Mantras beeinflussen und regenerieren die energetische Struktur des Denkens, Fühlens und Wollens. Dies sind Eigenschaften des Verstandes, der sich daran orientiert, was abzulehnen und was anzunehmen, was gut und was schlecht ist. Je nach Bewusstseinsentwicklung des Individuums ist es sich dessen gewahr und beobachtet die Aktivitäten des Verstandes, dirigiert sie mit Hilfe der Intelligenz, oder aber erleidet die ständige Dualität des Wandels.
In der Bhagavad Gita, dem altindischen Sanskrit Klassiker, verrät Krishna seinem Freund Arjuna ein wertvolles Geheimnis: BG 6. 6-7
Für jemanden, der den Geist überwunden hat, ist er der beste Freund, doch für den, der dies versäumt, bleibt er der größte Feind. Wer sich ihn zum Freund macht, für den ist die Überseele bereits erreicht, denn er hat Ausgeglichenheit erlangt. Für einen solchen Menschen sind Glück und Leid, Hitze und Kälte, Ehre und Schmach alles das gleiche.
Mantras verändern die Energie und den Fluss des mentalen und emotionalen Feldes auf positive Weise.
Wie geschieht das genau? Unser Bewusstsein besteht aus tief verankerten Gewohnheiten und Prägungen, im Sanskrit „Samskaras“, Eindrücke des Herzens, genannt. Sie sind wie Wurzeln im Feld unseres Bewusstseins, die durch wiederholte mentale Aktivität kreiert wurden. Vergleichbar den synaptischen Verknüpfungen im Nervensystem, sind sie auf feinstofflicher Ebene wirksam. Wenn wir ein Mantra für längere Zeit laut, leise oder innerlich wiederholen und hören, kann diese Energie die Wunden und Narben vergangener mentaler und emotionaler Prägungen neutralisieren und heilen.
Unsere Erinnerungen sind gleich subtilen Klangschwingungen, Energien, die in unserem Bewusstsein gespeichert sind. Negative Erinnerung (die Liste innerer Verletzungen und Ängste) im psychologischen Sinne ist wie unverdauter Klang / Äther, ähnlich der unverdauten Nahrung in der Wissenschaft des Ayurveda zu verstehen. So eine Erinnerung ist wie eine missverstandene Schwingung, die eine Wunde im Bewusstsein hinterlässt. Es ist eine Energie, die nicht innerlich verarbeitet wurde und nun wie abgespalten und unintegriert auf dem Feld des Bewusstseins herumstreunt. Diese abgespaltene Energie ruft Projektionen nach außen hervor, die unsere Wahrnehmung beeinflussen, sogar vernebeln und in falschem Handeln resultieren. Festgefahrene oder unverdaute Schwingungsmuster,
Erinnerungen und ihr Schmerz können durch die richtigen Mantras, die eine heilende Klangenergie intensivieren, neutralisiert werden und Stagnation aufheben.
Aufgrund von Beurteilungen und Wertungen erleben wir negative Gefühle, in dem wir die Energie des Bewusstseins darauf ausrichten, etwas so zu empfinden. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf Namen und Formen der äusseren Welt und verlieren damit die Verbindung zum größeren Feld der Existenz. Die Befreiung von negativen Gefühlen hängt davon ab, den Vorgang, der sie produziert zu verändern und ihn schließlich zu integrieren. Dieser ist, unsere gefühlte Wahrnehmung wieder positiv auszurichten und sie in kreativer, bewusster Weise auf die Gegenwart zu richten.
Mantras als Klangenergie erzeugen eine bestimme emotionale Kraft und Gefühlsenergie. Durch diese Energien verbinden wir uns mit unserem ursprünglichen Wesen von sat, cit, ananda . ( reines Wissen, Ewigkeit und Glückseeligkeit )